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Lässig und gekonnt wie die Großen tanzten die 19 Kinder der Minigarde am 28. Januar ihr Medley übers Zocken, das große Geld und Millionäre. Als einziger Junge bewies Robin, dass Tanzen nicht nur "Mädchenkram" ist, sondern Sport, Spaß und Schauspieltalent vereint. Das 19-köpfige Männerballett mutierte zu Kraftprotzen wie Pippi Langstrumpf und Piraten der Karibik.

Stadtmusikantengarde lässt Michael Jackson aufleben

Die ganz große Bühnen-Nummer packten wieder einmal die jungen Frauen der Stadtmusikantengarde aus. Sie ließen das Leben von Michael Jackson auf der Bühne Revue passieren: Von den Jackson Five bis zum Erfolgs-Hit "Thriller" mit den typischen Tanzschritten und Bewegungen des "King of Pop" - selbst den von Jackson kreierten "Moonwalk" bekam das Publikum zu sehen. Die beiden Tanzmariechen Lucy Ganz und ihre Trainerin Nadja Stieber zeigten in Soloauftritten anspruchsvollen Gardetanz mit schwierigen Figuren.


Die Offeröhrlegarde verblüffte mit Verwandlungskunst: In Nonnentracht marschierten die Jugendlichen ein und bewegten sich zu moderner Gospelmusik. Blitzschnell streiften sie dann ihre schwarze Kluft ab und tanzten auf peppige Rhythmen mit lateinamerikanischem Touch bis Discomusik.

 

Die Frauen und Männer der Gänsberghexen streiften musikalisch und tänzerisch durch vier Jahrzehnte, angefangen bei den 70-er Jahren. Zu dem Nena-Hit "99 Luftballons" stiegen ein Dutzend lila Ballone in den Bühnenhimmel.

Oberbürgermeister Schrempp als "Papa Schlumpf" in der Bütt'

Bei den Büttenrednern stach einer besonders hervor, nicht nur weil er ganz blau im Gesicht war. Zum ersten Mal hielt ein Rheinstettener Oberbürgermeister eine Büttenrede. Als "Papa Schlumpf" triezte Sebastian Schrempp die Mörscher Narrenschar - seine Begrüßung: "Hallo Forchheim!" - und reimte über "arme Beamte": "Oftmals total durchgehungert geh ich dann nach Haus, weil ich vor lauter Schaffe verschlofe hab die Mittagspaus." Auch die kleine und große Politik kam offen zur Sprache: " Uppsala, ich sehe hier Forche, Mörsch und Weier, da stellt sich die Frog, darf ich als Politiker hier sein, ist das nicht ein Nord-Süd-Dialog?  - Zu dem Auftritt war er beim Rathaussturm verurteilt worden. Der einzige Rathausschef von Rheinstetten, der zuvor regelmäßig bei den Fastnachtsvereinen Büttenreden gehalten hatte, war der frühere Mörscher Bürgermeister Josef Winter, der 1975 zum Bürgermeister der neuen fusionierten Gemeinde Rheinstetten gewählt worden war. (Siehe auch Artikel 33 Jahre Fastnacht in der Keltenhalle)

 

Zwei Bütten-Paare erheiterten mit kräftigen Rededuellen. Viola Wieland und Tanja Schuler keiften sich als Schwiegermutter und -tochter an. Die Junge beschwert sich über einen gehätschelten Sohnemann, die Alte ist entsetzt über ungebügelte Hemden und unordentliche Hosen. "Prinz" Christoph Ent und "Prinzessin" Nicole Herr sahen nur vornehm aus, zankten sich aber wie die Kesselflicker.


Das fast fünfstündige Showprogramm inklusive Guggemusik und Dieter Jürgens mit seinen Stimmungs-Schlagern wurde souverän und humorig von Stadtmusikanten-Präsident Michael Pustleik moderiert. Für elf närrische Jahre beim Bruderbund, davon vier als Präsident, wurde er auf der Sitzung geehrt.

 

Die zweite Prunksitzung der Stadtmusikanten fand am 4. Februar statt. Kleine Fastnachter werden am 12. Februar ebenfalls in der Keltenhalle (14.11 Uhr) bespaßt.

 

Bilder von der Prunksitzung

Teil 1

 

Teil 2

 

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