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Als Wolfgang Lumpp 1971 in den Männergesangverein Bruderbund eintrat, ahnte niemand, welch ein Juwel der Verein bekommen hatte. Der Sänger verstärkt bis heute mit seiner Bassstimme den Chor - auch wenn er merkt, dass Stimm- und Luftvolumen nachlassen. Sein Planungs- und Organisationstalent kam schnell zum Vorschein. Mit seiner ruhigen und immer gut gelaunten Art hat er den Verein über Jahrzehnte beraten und unterstützt.

Älteres Bild des gemischten Chores

Aktiv im Chor und bei den Stadtmusikanten

Auch im Elferrat mischte Wolfgang mit (1974)Anfang der 70-er Jahre fand er auch gleich Gefallen an den Stadtmusikanten. Einerseits hatte er großen Spaß mit dem Männerballett bei Fremdensitzungen der Fastnachter aufzutreten. Andererseits half er beim Organisieren und der kreativen Gestaltung der Prunksitzungen. Für die Auftritte im damaligen Volkshaus Mörsch (1963 bis 1973) organisierte Wolfgang den Kartenvorverkauf sogar zu Hause.

Sein Bruder, ein Profi-Artist, wurde mit seiner Partnerin als "Die Frings" durchs Fernsehen und Auftritte im Pariser Lido wie in Las Vegas bekannt. Kurzum verpflichtete Wolfgang die beiden Mitte der 70-er dazu kostenlos bei einer Bruderbund-Prunksitzung aufzutreten - ein Highlight in Mörsch!

Mann mit viel Herzblut für den Verein

Für die damalige Mädchengarde engagierte sich der Chorsänger sich mit Herzblut: In den letzten sechs bis acht Wochen vor den Fastnachtsauftritten holte er jede Woche eine ausgezeichneteTrainerin von Ötigheim ab und brachte sie nach dem Training wieder heim. "Manchmal war das alles schon stressig", resümiert er heute die unzähligen Einsätze ehrenamtlicher Arbeit.

Große Renovierung im Bruderbund-Vereinsheim 2010Nach und nach spielte Wolfgang auch sein Wissen als Bankkaufmann aus. Er betreute lange Zeit die Vereinskasse und agierte auch bei den Stadtmusikanten als Kassier. Das Geld, das herein- und herauswanderte, kontrollierte er zeitweise für beide Kassen gleichzeitig mit Argusaugen. In der Verwaltungsarbeit gibt er sich seit rund 20 Jahren gerne als sprödes Sparbrötchen: "Du weißt doch, ich dreh' jeden Euro zweimal um", lacht er. Demzufolge hat er bei vielen Arbeiten im Vereinsheim zusammen mit Edwin Heil selbst kräftig mit angepackt: Zuletzt 2010, als neue Fliesen verlegt wurden und jüngst beim Einbau einer Behindertentoilette und eines Lifts an der Eingangstreppe. Das 1977 eingeweihte Vereinsheim und die Gaststätte "Beim Bruderbund" sind somit nun bestens auf Gäste im Rollstuhl vorbereitet.

Rückzug aus der Verwaltung

Die Verleihung des Ehrenamtspreises und das Jubiläum als 40 Jahre lang aktiver Sänger sind schöne Höhepunkte im langen Vereins-Engagement von Wolfgang Lumpp. Dass er nun zum Jahresende sein Verwaltungsamt als zweiter Kassier niederlegt, sei ihm von Herzen gegönnt. Seinen "Vereins-Ruhestand" hat er sich längst erfolgreich erarbeitet.

Der gemischte Chor 2010

Gut gelaunter "Power"-Typ

Wolfgang trifft man selten ohne Schmunzeln im Gesicht an. Die Vereinsarbeit nahm der 78-Jährige dennoch nicht auf die leichte Schulter, sondern hat sich stets engagiert: korrekt, sorgfältig, verlässlich und voller Tatendrang wie bei seiner Leidenschaft, dem Radfahren.

Älter werden, das ist im Prinzip jedoch etwas für andere - etwaige Zipperlein ignoriert Wolfgang ohne Jammern mit viel positiver Einstellung. Dass sein Hörgerät manchmal das eine oder andere Gesprächsdetail verschwinden lässt, dazu grinst er verschmitzt - ein Problem damit haben nur die anderen...

Lieber Wolfgang, der Verein sagt ein großes (und LAUTES!) DANKESCHÖN für alles, was du für den Bruderbund Mörsch getan hast!


OB Schrempp überreicht den Ehrenamtspreis am 2.12.2011

 

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