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NVG bedauert Weggang von Dirigent Brückmann

Ein eingespieltes Team verliert seinen Coach: Ausgerechnet im Jahr des zehnjährigen Bestehens von New Voice Generation beendet Dirigent Ulrich Brückmann sein Engagement beim Gesangverein Bruderbund Mörsch. Nach dem Jubiläumskonzert Ende Oktober 2011 verlässt er seinen Chor.


 

Der Schock zur Sommerpause sitzt tief bei den rund 25 Sängerinnen und Sängern. Sie verlieren einen engagierten und hervorragend ausgebildeten Mann. "Jeder im Chor ist sich darüber im Klaren, dass mit diesem Dirigenten ein großes Stück Geschichte des Chores geht. Immerhin hat er als Mann der ersten Stunde maßgeblichen Anteil daran, dass es diesen Chor überhaupt gibt", sagt Sängervorstand Walter Schneider. Auf die völlig unerwartete Ankündigung des Dirigenten hätten die Sängerinnen und Sänger sichtlich fassungslos und mit betretenem Schweigen reagiert.

Berufliche Veränderungen und neue Chor-Herausforderung

Vor allem Neuerungen in seinem Beruf als Keyboarder bei Stella-Musical in Stuttgart mit der Koordination vieler Wochenend- und Abendtermine drängen Brückmann dazu, sein Chor-Engagement zu verändern. Der Musiker aus Bad Schönborn entschied sich für seinen Chor Just for Fun in Kraichtal-Oberacker, der im Gegensatz zu Rheinstetten wesentlich näher ist und den er ein Jahr länger als New Voice Generation leitet. Zudem lockt die Herausforderung, ab September den Betriebschor eines Geldinstituts mit großem Einzugsbereich aufzubauen. Der Dirigent gibt auch Klavierunterricht an der Jugendmusikschule in Bad Schönborn.

Die Gründe für Brückmanns Kündigung müsse man letztlich akzeptieren, so Schneider, "aber einfach wegstecken konnte man diese Hiobsbotschaft nicht." Der Sängervorstand stellt sich auf eine intensive Suche für die Nachfolge ein: „Einen Dirigenten wie Uli zu finden, der durch seine ruhige und gewissenhafte aber doch auch fordernde und fördernde Art den Chor zu begeistern verstand, wird für uns extrem schwer.“

Brückmann: Weggang auch als Chance sehen

NVG-Konzert 2009: GospelnightDen Chor gibt der Dirigent nicht leichten Herzens ab, versucht aber Positives darin zu sehen. Im Gegensatz zu früher, als Dirigenten noch 20 oder 30 Jahre lang einen Chor geleitet hätten, seien zehn Jahre heutzutage eine vergleichsweise lange Zeit. Ein Wechsel biete immer auch die Chance, "eingefahrene Gleise in der Chorarbeit zu verlassen", tröstet Brückmann. Das Jubiläumskonzert "Zehn Jahre New Voice Generation" ist aus seiner Sicht ein schöner Abschlusspunkt seiner Chorleiter-Dekade in Mörsch. Das Konzert am 22. Oktober in der Aula des Walahfrid-Strabo-Gymnasiums wird sozusagen das große Abschieds-Feuerwerk mit Highlights des bisherigen Repertoires und neu einstudierten Liedern. Der Chor hat viele Genres ausprobiert: moderne Schlager, aktuellen Pop, Rock, Oldies, Gospel und Musical-Hits.

Dank feinem Gehör, dem kein Noten-Abrutscher entgeht, und sparsam eingesetztem Humor kitzelt Brückmann das bestmögliche Können aus seinen Sängern heraus und spornt sie an: Sei es dass sie auf eine sehr verständliche Aussprache achten und im Udo-Jürgens-Medley nicht "midOma", sondern "mit Oma" singen. Dass Vokale nicht "scharf" sondern weich und rund klingen sollen, und Noten an manchen Stellen nur sanft "getupft" werden. Ein großer Vorteil ist auch, dass der Dirigent selbst Chorsätze schreiben kann. Über Erfolgserlebnisse gerade nach anspruchsvollen Gesangsstücken und über gelungene Auftritte freut sich dann das ganze Team.

Vor dem modernen Chor hatte Ulrich Brückmann beim Bruderbund bereits den gemischten Chor übernommen. Innerhalb von sechs Jahren (2000 bis 2006) brachte er neuen musikalischen Schwung in den Traditions-Chor.

 

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