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Kurz-Chronik 110 Jahre Bruderbund
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Kurz-Chronik des Bruderbund Mörsch

Hier sind wichtige Stationen des Vereinslebens beim Bruderbund von 1900 bis heute zum Jahr 2010 als Kurz-Chronik festgehalten.

 

 

(Stand April 2010; Quelle u.a.: das Buch "Das Bruderbund-Jahrhundert" zum 100-jährigen Vereinsjubiläum im Jahr 2000)



1900: Vereinsgründung
Der Arbeitergesangverein Bruderbund 1900 wird mit etwa 23 Sängern und 45 passiven Mitgliedern gegründet. Der erste Vereinsvorsitzende heißt Karl Keller, erster Dirigent ist Max Beuschle. Gesungen wird im Vereinslokal "Zum Bahnhof".

 

Da die Gründungsunterlagen vernichtet wurden, dient als Gründungsnachweis ein Auszug aus der Festschrift "1.000 Jahre Mörsch".- In dem früheren Vereinslokal befindet sich heute ein Fahrradgeschäft (Viktoriastraße 38).


1908: Die erste Fahnenweihe
Die Vereinsfahne, wie sie zu dieser Zeit üblich ist, wird über Jahrzehnte stolz als Symbol zu Konzerten, Festen und auch Beerdigungen mitgenommen. Die Fahnenträger werden gewählt.

 

Die erste Vereinsfahne wird 1933 im Rahmen des Vereinsverbots durch die Nationalsozialisten verbrannt. Die zweite und bisher letzte Vereinsfahne hängt in einer Vitrine in der Vereins-Gaststätte "Beim Bruderbund"


1909: Anzeige wegen Singen eines Grabliedes

Der 1. Vorsitzende des Bruderbund, Wilhelm Burkart II., wird wegen "Störung kirchlicher Ceremonien bei einer Beerdigung" angezeigt. Die großherzogliche Staatsanwaltschaft in Karlsruhe stellte das Verfahren ein, "da eine strafbare Handlung nicht vorliegt".

 

Dieser "Einstellungsbescheid" ist das älteste bekannte Dokument, aus dem die Existenz des Gesangvereins Bruderbund hervorgeht.


1933: Die Nationalsozialisten verbieten den Verein
Alle Gründungsdokumente werden 1933 vernichtet bzw. gehen während des Zweiten Weltkriegs verloren. Der gesamte Vereinsbesitz wird beschlagnahmt, darunter das Klavier und die Vereinsfahne.

1947: Wiedergründung als Männergesangverein Bruderbund 1900 Mörsch
Vorsitzender wird Johannes Gerstner. Am 15. Oktober 1947 erteilt das Landratsamt die vorläufige Genehmigung und am 13. Dezember 1949 wird ein endgültiger Beschluss daraus. Der Chor erreicht recht schnell wieder seine Stärke von 1933 mit 75 Sängern.

Theatertradition des Bruderbund


Theatertradition: Bereits vor 1933 war der Bruderbund für seine aufwändigen Theateraufführungen bekannt gewesen. Nach Wiedergründung des Vereins wird erneut daran angeknüpft. Bis heute gibt es eine kleine Theatergruppe, die auf der Vereins- Weihnachtsfeier "Beim Bruderbund" einen Schwank auf die Bühne bringt.

 


Karl Eschbach und sein Chor 19701950: Jubiläumsjahr 50 Jahre Bruderbund - Dirigent Eschbach kommt
Seit der Gründung des Gesangvereins waren hier elf Chorleiter aktiv. 1950 beginnt der Dirigent Karl Eschbach, ein Kirchenmusiker, beim Bruderbund. Er wird den Chor 25 Jahre lang prägen und eine enge persönliche Beziehung aufbauen. Der Verein hat rund 250 Mitglieder. Beim Festkonzert im Mörscher "Volkshaus" tritt der 110-köpfige Männerchor erstmals unter Eschbachs Leitung auf. Es gibt jährliche Konzerte im "Ochsen", im "Volkshaus", der "Bernhardushalle" und der Kirche St. Ulrich.


Eschbach bekommt  für seine hohe musikalische Leistung 1973 den Titel "Chordirektor", 1984 die Bundesverdienstmedaille.

Zweite Fahnenweihe: 1950 wird auch die neue, zweite Fahne des Vereins geweiht - ganz in der Tradition des ehemaligen Arbeitergesangvereins.


Die ersten Stadtmusikanten 19611961: Gründung der Stadtmusikanten als Fastnachtsgruppe
Aus "närrischen Singstunden" im Vereinslokal "Zum Hirsch" entstehen die Stadtmusikanten. Zunächst treten sie mit "Lumpeliedle" ähnlich wie die Mainzer Hofsänger auf - das ist damals etwas Besonderes in Mörsch. Die Auftritte entwickeln sich zu großen Prunksitzungen - Gardemädchen und Büttenredner sind mit dabei - zunächst im "Volkshaus" des TV Mörsch (1963-1973), dann in der "Bernhardushalle" (1974-1977) und von 1978 bis heute in der "Keltenhalle".

Der Name Stadtmusikanten entstand in Anlehnung an die Bremer Stadtmusikanten. Inzwischen sind die Stadtmusikanten die Gruppe mit den meisten Vereinsmitgliedern.


1975: Rheinstettener Gesangvereine gründen Arbeitsgemeinschaft
Die fünf Gesangvereine in Rheinstetten (Bruderbund Mörsch, Eintracht Mörsch, Freiheit Forchheim, Liederkranz Forchheim, Liederkranz Neuburgweier) schließen sich zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammen. Sie vereinbaren regelmäßig gemeinsam ihr Können zu präsentieren. 1975 geschieht dies erstmals im Rahmen eines Weinfestes. 1989 veranstalten die Chöre sogar ein gemeinsames Konzert in der Keltenhalle. Auf dem jährlichen Weinfest treten die Chöre noch immer zusammen auf.
Die Ausrichtung des Weinfestes in Rheinstetten übernimmt jedes Jahr ein anderer der fünf Gesangvereine.


Dirigent Hans-Jürgen Isele1975: Dirigentenwechsel nach 25 Jahren
Zwei Dirigenten prägen den Chorgesang zwischen den Jahren 1950 und 2000. Nach 25 Jahren verabschiedet sich der sehr vereinsnahe Karl Eschbach (der "Karl"), der dem Männerchor Volksliedgut beibrachte. Er wird zum Ehrenchorleiter ernannt. Hans-Jürgen Isele nimmt seinen Platz ein.


1977: Einweihung des eigenen Vereinsheims
1973 beschließt die Verwaltung den Bau eines Vereinsheims, denn in diesem Jahr schließt der TV Mörsch sein Veranstaltungslokal "Volkshaus". Der Gemeinderat stimmt 1974 einem 1.500 Quadratmeter großen Areal an der Jakobstraße zu. 1976 beginnt der Erdaushub. Viele Handwerker im Verein leisten neben ihrem Beruf ein Jahr lang rund 25.000 Arbeitsstunden - und verpassen keine einzige Singstunde. Am 1. Oktober 1977 wird das Vereinsheim mit integrierter Gaststätte feierlich übergeben.


1978: Stadtmusikanten führen Neujahrsempfang ein
Kurz nach dem Jahresbeginn läuten die Stadtmusikanten die bevorstehende Fastnachtskampagne mit einem Neujahrsempfang ein. An Vereinsmitglieder, befreundete Fastnachter und Ehrengäste wird jedes Jahr ein neuer Orden überreicht.


1982: Gründung des Frauenchors
Schon 1977 beginnen beim Bruderbund erregte Diskussionen darüber, ob sich der Männergesangverein Frauen öffnen soll. Vorausschauend und hartnäckig setzt sich der Vorsitzende Lothar Rastetter dafür ein. Erst 1981 beschließt die Verwaltung, einen Frauenchor zu gründen, die erste Singstunde dafür ist im Januar 1982. Einige empörte Sänger kommen zunächst nicht mehr zur Singstunde. Dirigent Isele unterrichtet Männer und Frauen anfangs in getrennten Singstunden. Mit der Zeit wachsen beide Gruppen zum gemischten Chor zusammen.

Inzwischen sind die Sängerinnen ein unverzichtbarer Teil der beiden Bruderbund-Chöre. Der gemischte Chor besteht aus knapp zwei Dutzend Frauen und einem Dutzend Männer. Bei New Voice Generation sind es zwei Dutzend Singbegeisterte, die Mehrzahl Frauen.


1997: Patenschaft mit Kinderchor der Albert-Schweitzer-Schule
Angeregt von dem 1996 gestorbenen 1. Vorsitzenden Lothar Rastetter wird 1997 eine Kooperation zwischen der Albert-Schweitzer-Schule in Mörsch und dem Bruderbund geschlossen. Die Patenschaft mit dem Kinderchor aus Zweit- bis Viertklässlern besteht bis heute. Neben finanzieller Unterstützung gibt es auch gemeinsame Konzerte: Das erste ist 1997 ein Adventskonzert in der Kirche St. Ulrich. Chorleiterin ist nach wie vor die Lehrerin Rosemarie Peregovits.

 

In der Chronik des Vereins sind zeitweise auch Kinderchöre genannt. Zuletzt wagte der Bruderbund im Jubiläumsjahr 2000 die Gründung eines Kinder- und Jugendchores, der sich jedoch nur etwa ein Jahr lang hielt.


1999: Gründung der Gänsberghexen
Innerhalb der Stadtmusikanten bildet sich eine Gruppe lebenslustiger Fastnachter heraus: die Gänsberghexen in rot-weißem Kostüm mit geschnitzter Maske. Die ursprüngliche Idee dahinter: Hier können Leute teilnehmen, die sich nicht (mehr) in den Bruderbund-Garden engagieren wollen. Die Gänsberghexen treten bei Prunksitzungen, Festen und Umzügen auf.


2000: 100 Jahre Bruderbund - Dirigent Isele gibt nach 25 Jahren auf
Der Verein spürt, dass sein Liedgut moderner werden muss, wenn der Chorgesang eine Zukunft haben soll. Der 1975 angetretene Dirigent Hans-Jürgen Isele setzt vor allem auf konservativ-sakrale Lieder und lehnt eine Umorientierung ab. Kurz vor seinem 25-jährigen Dirigenten-Jubiläum im Verein verlässt er im Herbst 2000 den Bruderbund ausgerechnet im Jahr seines 100-jährigen Bestehens. Ein neuer Dirigent bringt frischen Wind: Ulrich Brückmann. Der ausgebildete Musiker und Chorleiter spielt hauptberuflich Keyboard bei den Stuttgarter Stella-Musicals.


2001: Moderner Chor New Voice Generation wird gegründet
Der Verein geht einen weiteren Schritt, um sich jüngeren Menschen zu öffnen: Der moderne Chor New Voice Generation wird gegründet. Das Repertoire: moderne Schlager, Pop, Rock, Gospel und Musical. Ulrich Brückmann wird auch hier Chorleiter.


2006: Clemens Ratzel dirigiert den gemischten Chor

Den gemischten Chor übernimmt  nun Dirigent Clemens Ratzel. Der Chorleiter erhielt seine Klavierausbildung am Badischen Konservatorium in Karlsruhe und studierte privat Gesang, unter anderem bei Kammersänger Anton de Ridder. Seine Chöre nahmen erfolgreich an  Wettbewerben teil und erhielten unter anderem Auszeichnungen als Leistungs- und Konzertchor.

 

Ulrich Brückmann und Clemens Ratzel leiten die beiden Bruderbund-Chöre bis heute.


2010: Mehr als 400 Mitglieder beim Bruderbund
Der Gesangverein Bruderbund Mörsch hat sich seit seinen Anfängen in eine kulturell bunte Mischung verwandelt. Die mehr als 400 Mitglieder teilen sich auf verschiedene Gruppen auf:

  • Gemischter Chor und New Voice Generation
  • Stadtmusikanten, darunter: Elferrat, Garden: Offeröhrlegarde, Stadtmusikantengarde, Kinderballett und Minigarde, Männerballett, Gänsberghexen
  • Theatergruppe

 

Hinweis: Die Chronik wird in nächster Zeit mit weiteren Bildern aus dem Vereins-Archiv ergänzt. Wer ältere Fotos (älter als 1970) vom Bruderbund insbesondere auch von den Stadtmusikanten hat und sie gerne zur Verfügung stellen würde, kann die Webmasterin kontaktieren (E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. )



 

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